Manchmal fühlt man sich im Winter einfach schlapp, oder die Haut spielt verrückt. Da kommt Lichttherapie ins Spiel. Aber zahlt die Krankenkasse dafür? Das ist nicht immer so einfach zu beantworten. Es kommt drauf an, welche Art von Lichttherapie, warum man sie braucht und wo man sie machen lässt. Wir schauen uns mal an, was die Kassen so übernehmen und was nicht. Lichttherapie und Krankenkasse – das Thema ist gar nicht so kompliziert, wenn man weiß, worauf man achten muss.

Wichtige Punkte zur Lichttherapie und Krankenkasse

  • Die Kostenübernahme für Lichttherapie durch die Krankenkasse ist nicht generell gegeben und hängt von der genauen Indikation ab. Hauptsächlich werden saisonale Depressionen und bestimmte Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis anerkannt.
  • Für die Kostenerstattung einer Lichttherapie-Lampe gibt es klare Vorgaben: Sie muss eine bestimmte Leuchtstärke (10.000 Lux) in einem Mindestabstand (30 cm) erreichen. Einmal alle fünf Jahre können dafür bis zu 301,10 Franken erstattet werden.
  • Die Kosten für Sitzungen in einer Arztpraxis sind meist gering (6-12 Euro pro Sitzung), werden aber oft als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) eingestuft und sind daher nicht immer von der Kasse gedeckt.
  • Bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis kann die Balneophototherapie (Salzbad kombiniert mit UV-Licht) unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen übernommen werden, oft im Rahmen von bis zu 35 Anwendungen pro Behandlungszyklus.
  • Einige Krankenkassen bieten Zuschüsse oder Erstattungen für Lichttherapie im Rahmen von Bonusprogrammen an, wenn bestimmte gesundheitsfördernde Verhaltensweisen nachgewiesen werden. Dies ist aber keine direkte Leistung und muss individuell geprüft werden.

Kostenübernahme Durch Die Krankenkasse Für Lichttherapie

Person nutzt Lichttherapie Lampe für Wohlbefinden

Welche Lichttherapie-Formen Werden Bezahlt?

Das ist eine Frage, die sich viele stellen, die mit Lichttherapie liebäugeln. Ganz pauschal lässt sich das nicht beantworten, denn die Krankenkassen schauen da schon genau hin. Grundsätzlich werden die Kosten für Lichttherapie nicht immer und für jede Anwendung übernommen. Es kommt stark auf die zugrundeliegende Erkrankung und die Art der Therapie an. Bei saisonalen Depressionen, oft auch als "Winterblues" bekannt, ist die Lage oft klarer: Hier kann eine Kostenübernahme möglich sein, wenn die Diagnose "saisonal abhängige Depression" (SAD) gestellt wurde. Bei anderen Indikationen, wie zum Beispiel Schlafstörungen, sieht es da schon schwieriger aus und die Chancen auf eine Erstattung sind geringer.

Voraussetzungen Für Die Kostenerstattung

Damit die Krankenkasse die Kosten für eine Lichttherapie übernimmt, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Das Wichtigste ist die medizinische Notwendigkeit. Die Diagnose muss klar sein und die Lichttherapie muss als sinnvolle Behandlungsmethode gelten.

  • Diagnose: Eine ärztlich festgestellte saisonal abhängige Depression (SAD) ist oft die Hauptvoraussetzung.
  • Geräteanforderungen: Wenn Sie eine Lampe zu Hause nutzen möchten, muss diese bestimmte technische Standards erfüllen. Seit Oktober 2020 ist vorgeschrieben, dass das Gerät 10.000 Lux in einem Abstand von mindestens 30 cm liefern muss. Das ist wichtig, damit die Anwendung effektiv und gleichzeitig angenehm ist.
  • Behandlungsort: Manchmal ist es auch entscheidend, wo die Therapie stattfindet. Sitzungen in einer Arztpraxis können unter Umständen eher erstattet werden als die reine Anschaffung einer Lampe für zu Hause, wobei es hier auch Unterschiede gibt.

Die Rolle Der Lichttherapie-Lampe Bei Der Erstattung

Die Lichttherapie-Lampe spielt eine zentrale Rolle, wenn es um die Kostenübernahme geht. Es reicht nicht aus, irgendeine helle Lampe zu kaufen. Die Kassen achten auf spezifische Eigenschaften. Wie schon erwähnt, ist die Lichtintensität von 10.000 Lux in einem Abstand von 30 cm entscheidend. Das bedeutet, die Lampe muss stark genug sein, um in einer praktikablen Entfernung zu wirken. Die Anschaffungskosten für solche Lampen liegen oft zwischen 30 und 120 Euro, können aber je nach Modell auch höher ausfallen. Manche Kassen bezuschussen den Kauf oder die Miete solcher Geräte, aber das ist nicht die Regel. Es ist immer ratsam, sich vorab genau bei Ihrer Krankenkasse zu erkundigen, welche Geräte anerkannt werden und ob es spezielle Modelle gibt, die empfohlen werden. Manchmal gibt es auch Listen mit zertifizierten Geräten. Für Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis gibt es spezielle Geräte, deren Kostenübernahme ebenfalls an Bedingungen geknüpft ist. Die AOK Bremen/Bremerhaven übernimmt beispielsweise Kosten für bestimmte Behandlungen bei Hauterkrankungen unter Auflagen.

Die genauen Regelungen können sich von Kasse zu Kasse unterscheiden. Es lohnt sich immer, das Gespräch mit dem Sachbearbeiter zu suchen und sich die genauen Bedingungen schriftlich bestätigen zu lassen, bevor Sie eine Anschaffung tätigen oder eine Behandlung beginnen.

Indikationen Und Erstattungsfähige Krankheiten

Saisonale Depression Und Lichttherapie

Wenn die Tage kürzer werden und das graue Wetter überhandnimmt, kennen viele das: Die Stimmung sinkt, die Energie fehlt. Das ist oft mehr als nur ein vorübergehendes Tief. Die Rede ist von der saisonal abhängigen Depression, kurz SAD. Hier kann Lichttherapie eine echte Hilfe sein. Sie ahmt das natürliche Tageslicht nach und kann so den Serotoninspiegel im Gehirn positiv beeinflussen, was für die Stimmung wichtig ist. Viele Krankenkassen erkennen SAD als Indikation an, für die sie die Kosten für eine Lichttherapie übernehmen. Es ist wichtig, dass die Behandlung von einem Arzt verordnet wird. Die Behandlung erfolgt meist mit speziellen Tageslichtlampen, die ein helles, aber angenehmes Licht abgeben. Die Dauer und Intensität der Anwendung wird individuell angepasst.

Hauterkrankungen Wie Neurodermitis Und Psoriasis

Auch bei bestimmten Hautproblemen kommt Lichttherapie zum Einsatz. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Neurodermitis (atopische Dermatitis) oder Schuppenflechte (Psoriasis) kann eine gezielte Lichtbehandlung Linderung verschaffen. Hierbei werden oft schmalbandige UV-B-Strahlen eingesetzt, die entzündungshemmend wirken und das Hautbild verbessern können. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Art der Lichttherapie, wenn sie ärztlich verordnet wird und andere Behandlungsformen nicht ausreichend wirksam waren oder nicht vertragen wurden. Die Sitzungen finden meist in der Arztpraxis oder in spezialisierten Zentren statt. Die genauen Parameter der Bestrahlung, wie Wellenlänge und Dauer, werden vom behandelnden Arzt festgelegt.

Weitere Mögliche Anwendungsgebiete

Neben SAD und Hauterkrankungen gibt es noch weitere Bereiche, in denen Lichttherapie eingesetzt werden kann und von manchen Kassen bezuschusst wird. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Schlafstörungen: Lichttherapie kann helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren, besonders bei Menschen, die Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen haben.
  • Jetlag: Nach langen Reisen kann die Lichttherapie den Körper dabei unterstützen, sich schneller an die neue Zeitzone anzupassen.
  • Bestimmte Formen von Schlafapnoe: In einigen Fällen kann Lichttherapie unterstützend eingesetzt werden.
  • Wundheilungsstörungen: Spezielle Lichtanwendungen können die Regeneration von Gewebe fördern.

Es ist aber wichtig zu wissen, dass die Kostenübernahme für diese Indikationen nicht immer Standard ist. Hier lohnt es sich, direkt bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen. Manchmal werden solche Leistungen auch im Rahmen von Bonusprogrammen bezuschusst, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Die Wirksamkeit von Lichttherapie hängt stark von der richtigen Anwendung und der passenden Indikation ab. Eine pauschale Kostenübernahme gibt es nicht; sie ist immer an eine ärztliche Verordnung und spezifische Krankheitsbilder gebunden. Informieren Sie sich gut über die Bedingungen Ihrer Kasse.

Manche Kassen bieten auch Zuschüsse für den Kauf von speziellen Lichttherapie-Lampen an, wenn diese für die Behandlung zu Hause ärztlich empfohlen werden. Dies ist oft im Rahmen von Zusatzleistungen oder Bonusprogrammen möglich. Die genauen Bedingungen variieren stark von Kasse zu Kasse. Es ist ratsam, sich vorab genau zu informieren, welche Lampen geeignet sind und welche Nachweise erbracht werden müssen. Die richtige Lampe kann den Unterschied machen. Die Kosten für die Lampen selbst werden aber meist nicht direkt von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, sondern nur bezuschusst. Die Kosten für die ärztliche Verordnung und die Behandlung in der Praxis sind in der Regel abgedeckt, wenn die Indikation anerkannt ist. Die Kosten für die Behandlung in der Arztpraxis werden nach den üblichen Sätzen abgerechnet. Die Dauer und Häufigkeit der Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung und dem individuellen Verlauf. Bei SAD sind oft tägliche Sitzungen über mehrere Wochen nötig, während bei Hauterkrankungen die Frequenz variieren kann. Natürliches Licht ist zwar wichtig, aber für die Therapie braucht es oft mehr. Die genauen Kosten für die Lampen können stark schwanken, je nach Modell und Hersteller. Einfache Tageslichtlampen gibt es schon für unter 100 Euro, professionelle Geräte können aber auch mehrere hundert Euro kosten. Die Krankenkassen übernehmen oft nur einen Teil der Kosten oder gewähren einen Zuschuss. Die Vergütung für Sitzungen in der Arztpraxis ist in den Gebührenordnungen für Ärzte festgelegt. Die genauen Beträge hängen von der Art der Behandlung und dem Zeitaufwand ab. Es ist gut, sich hierüber im Vorfeld zu informieren, um Überraschungen zu vermeiden.

Ablauf Und Kosten Der Lichttherapie

Person genießt Lichttherapie Lampe zu Hause

Dauer Und Häufigkeit Der Behandlung

Die Lichttherapie ist keine Sache von einmal und nie wieder. Man muss da schon dranbleiben, damit es was bringt. Wie lange genau und wie oft, das hängt stark von der jeweiligen Krankheit ab, die behandelt wird. Bei saisonalen Depressionen zum Beispiel geht man davon aus, dass man sich täglich für eine bestimmte Zeit vor eine spezielle Lampe setzen muss. Das kann sich über mehrere Wochen ziehen, oft beginnend im Herbst, wenn die Tage kürzer werden. Bei Hautproblemen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte kann das anders aussehen. Hier wird die Behandlung oft in der Arztpraxis durchgeführt, und die Frequenz wird individuell angepasst. Manchmal sind es nur ein paar Sitzungen, manchmal braucht es mehr. Die genaue Dauer und Häufigkeit legt der Arzt oder Therapeut fest, basierend auf dem individuellen Krankheitsbild und dem Ansprechen auf die Therapie.

Kosten Für Lichttherapie-Lampen

Wenn man die Lichttherapie zu Hause machen will, braucht man natürlich eine Lampe. Diese Tageslichtlampen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Einfache Modelle, die 10.000 Lux auf etwa 30 cm Entfernung liefern, bekommt man schon ab etwa 30 Euro im Handel. Nach oben hin sind da kaum Grenzen gesetzt, teure Geräte können auch mal 120 Euro oder mehr kosten. Es gibt auch spezielle Lampen, die man sich wie eine Brille aufsetzt, die sind oft noch teurer. Wichtig ist, dass das Gerät die nötige Helligkeit und den richtigen Abstand hat, sonst wird’s nix mit der Wirkung. Achten Sie darauf, dass die Lampe einen UV-Filter hat, das ist wichtig für die Augen. Die Anschaffung einer solchen Lampe ist meist eine einmalige Sache, die man sich vielleicht sogar von der Krankenkasse bezuschussen lassen kann, aber dazu später mehr.

Kosten Für Sitzungen In Der Arztpraxis

Manchmal ist es aber auch so, dass die Lichttherapie in einer Arztpraxis stattfindet. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Krankenkasse die Kosten übernimmt oder wenn es sich um eine spezielle Form der Therapie handelt. In solchen Fällen fallen dann Kosten pro Sitzung an. Diese liegen meist so zwischen 6 und 12 Euro pro Termin. Dazu können noch Kosten für die Beratung durch den Arzt kommen. Das summiert sich natürlich, wenn man regelmäßig zur Praxis muss. Es ist also gut zu wissen, ob die Kasse da was übernimmt oder ob man das selbst zahlen muss. Manchmal gibt es auch spezielle Verträge zwischen Krankenkassen und Praxen, wo die Kosten anders geregelt sind. Es lohnt sich immer, vorher nachzufragen.

Die genauen Kosten können stark variieren, je nachdem, ob Sie die Therapie zu Hause mit einer eigenen Lampe durchführen oder ob Sie Sitzungen in einer Praxis in Anspruch nehmen. Auch die Art der Lampe und die Dauer der Behandlung spielen eine große Rolle bei der Gesamtrechnung.

Qualitätsanforderungen Und Vergütung

Qualitätsanforderungen Für Behandler

Damit die Krankenkasse die Kosten für Lichttherapie übernimmt, müssen die Behandler bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Das ist wichtig, damit du auch wirklich die bestmögliche Behandlung bekommst. Es geht darum, dass die Therapeuten gut ausgebildet sind und die Geräte sicher und effektiv eingesetzt werden. Manchmal gibt es spezielle Zertifizierungen, die nachweisen, dass ein Behandler die nötige Qualifikation hat. Das ist kein Hexenwerk, aber es sorgt dafür, dass die Behandlung Hand und Fuß hat.

Festlegung Der Vergütung Durch Den Bewertungsausschuss

Wie viel die Krankenkassen für die Lichttherapie bezahlen, wird vom sogenannten Bewertungsausschuss festgelegt. Das ist ein Gremium, das sich aus Vertretern der Ärzte und der Krankenkassen zusammensetzt. Sie legen fest, was eine bestimmte Leistung kostet und wie sie abgerechnet wird. Das sorgt für Transparenz und verhindert, dass jeder Arzt seine eigenen Preise macht. Die Vergütung wird in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) oder im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) geregelt, je nachdem, ob es sich um eine Leistung im GKV-Bereich oder um eine individuelle Gesundheitsleistung handelt.

Aufnahme In Die Richtlinie Methodenvertragsärztliche Versorgung

Damit eine neue Behandlungsmethode wie die Lichttherapie von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden kann, muss sie in die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aufgenommen werden. Das ist ein ziemlich langer Prozess. Zuerst wird geprüft, ob die Methode überhaupt wirksam und notwendig ist. Dann wird geschaut, ob sie auch wirtschaftlich ist. Wenn alles passt, wird sie in die sogenannte Richtlinie Methodenvertragsärztliche Versorgung aufgenommen. Erst dann können Ärzte sie zulasten der Krankenkasse anbieten. Das ist ein wichtiger Schritt, damit die Lichttherapie breiter verfügbar wird, zum Beispiel bei Hauterkrankungen wie Akne inversa [5f61].

Die Aufnahme in die Richtlinien ist ein entscheidender Schritt für die breite Kostenübernahme. Sie stellt sicher, dass nur Behandlungen erstattet werden, die wissenschaftlich belegt wirksam und sicher sind. Das schützt die Versicherten und das Gesundheitssystem.

Bewertung Der Lichttherapie Als Individuelle Gesundheitsleistung

Nutzen Der Lichttherapie Laut IGeL-Monitor

Wenn es um die Lichttherapie geht, ist die Einschätzung des Nutzens nicht ganz einfach. Der sogenannte IGeL-Monitor hat sich das Ganze mal genauer angeschaut. Die Idee ist ja, dass Lichttherapie helfen könnte, die Symptome einer Herbst- oder Winterdepression abzumildern, besonders bei Leuten, die das schon öfter hatten. Man hofft, dass die Beschwerden dann seltener oder weniger stark auftreten, oder dass man die Depression sogar ganz verhindern kann. Studien wurden dazu verglichen, wie Lichttherapie im Vergleich zu Placebo-Lampen oder gar keiner Behandlung abschneidet. Das Ergebnis? Bisher gibt es keine klaren Hinweise darauf, dass die Lichttherapie hier einen echten Vorteil bringt. Die Studien sind auch nicht immer super aussagekräftig, oft mit wenigen Teilnehmern und ohne Verblindung. Also, die Beweislage ist da noch ziemlich dünn.

Mögliche Schäden Und Risiken

Was die Risiken angeht, so sind bei gesunden Menschen Schäden durch Lichttherapie eher selten. Manchmal können Kopf- oder Augenschmerzen auftreten, das ist aber meist nicht schlimm. Wichtig ist aber: Wer bestimmte Augenprobleme hat, sollte auf Lichttherapie lieber verzichten. Auch hier hat der IGeL-Monitor keine Hinweise gefunden, dass die Lichttherapie im Vergleich zu Placebo oder keiner Behandlung mehr Schäden verursacht. Aber Vorsicht ist trotzdem geboten, gerade wenn man Vorerkrankungen hat. Es ist immer gut, sich vorher mit seinem Arzt zu besprechen, gerade wenn man unsicher ist, ob die Therapie für einen geeignet ist. Manchmal werden auch Lampen mit 10.000 Lux empfohlen, die man online finden kann.

Gesamtbewertung Der Wirksamkeit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bewertung der Lichttherapie zur Vorbeugung von saisonalen depressiven Störungen vom IGeL-Monitor als "unklar" eingestuft wird. Es gibt einfach noch keine eindeutigen Belege für einen klaren Nutzen. Das bedeutet, dass die Lichttherapie oft als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) gilt, also eine Leistung, die man selbst bezahlen muss, wenn die Krankenkasse nicht dafür aufkommt. Die Kosten für eine Sitzung in einer Arztpraxis liegen meist zwischen 6 und 12 Euro, plus eventuelle Beratungskosten. Auch die Anschaffung einer Therapie-Lampe kann ins Geld gehen, je nach Modell. Wer sich für Lichttherapie interessiert, sollte sich gut informieren und die Kosten abwägen. Manchmal gibt es aber auch Zusatzleistungen von den Kassen, die man prüfen kann. Mehr Infos zu IGeL sind hier zu finden.

Die Wirksamkeit der Lichttherapie bei saisonalen Depressionen ist noch nicht eindeutig belegt. Während die Risiken bei gesunden Personen gering sind, ist Vorsicht bei Vorerkrankungen geboten. Die Kosten werden oft nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen selbst getragen werden.

Zusatzleistungen Und Bonusprogramme Der Kassen

Bezuschussung Über Bonusprogramme

Manche Krankenkassen gehen einen Schritt weiter und bieten nicht nur die Standardleistungen an, sondern auch zusätzliche Anreize für ihre Versicherten. Das kann sich auch auf die Lichttherapie auswirken. Oftmals werden solche Leistungen nicht direkt übernommen, sondern als Teil eines Bonusprogramms angeboten. Das bedeutet, du musst erst bestimmte Voraussetzungen erfüllen, bevor du von der zusätzlichen Bezuschussung profitieren kannst. Das können Dinge sein wie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, das Einhalten eines gesunden Lebensstils oder die Teilnahme an Präventionskursen. Diese Programme sind eine nette Geste, aber man sollte sich bewusst sein, dass sie nicht immer sofort greifen, wenn man die Therapie gerade braucht.

Beispiele Für Krankenkassen Mit Zusatzleistungen

Es gibt einige Kassen, die hier etwas flexibler sind. Zum Beispiel bieten die BKK Herkules, die ZF BKK und die novitas bkk die Möglichkeit einer Bezuschussung im Rahmen ihrer Bonusprogramme an. Auch die mkk – meine krankenkasse hat hier einiges zu bieten, mit einer Erstattung von bis zu 100 % und maximal 150 Euro pro Jahr, allerdings oft indikationsabhängig und für bestimmte Personengruppen. Die genauen Bedingungen können sich aber von Kasse zu Kasse stark unterscheiden. Es lohnt sich also, die Details bei deiner spezifischen Krankenkasse genau zu prüfen.

Wichtige Hinweise Zur Inanspruchnahme

Bevor du dich auf eine solche Zusatzleistung verlässt, solltest du ein paar Dinge beachten:

  • Kläre die Bedingungen im Voraus: Frag bei deiner Krankenkasse genau nach, welche Voraussetzungen für die Bezuschussung der Lichttherapie über ein Bonusprogramm gelten und wie der Prozess abläuft.
  • Dokumentiere alles: Bewahre alle Nachweise über deine erfüllten Voraussetzungen und die durchgeführten Behandlungen gut auf. Das erleichtert die spätere Abrechnung.
  • Vergleiche Angebote: Nicht jede Kasse handhabt das gleich. Ein Blick auf die Angebote anderer Kassen kann sich lohnen, falls du noch bei der Wahl deiner Krankenkasse bist oder über einen Wechsel nachdenkst. Manchmal gibt es auch spezielle Programme für alternative Heilmethoden, die über das normale Maß hinausgehen, wie zum Beispiel das BoNickel-Prime bonus program.

Manchmal sind die Wege zu einer Kostenübernahme etwas verschlungen. Was auf den ersten Blick wie eine direkte Leistung aussieht, entpuppt sich als Bonusleistung, die an Bedingungen geknüpft ist. Das ist nicht unbedingt schlecht, erfordert aber mehr Eigeninitiative und Planung von deiner Seite. Denk daran, dass eine gute Beleuchtung zu Hause auch wichtig ist, zum Beispiel für deinen Arbeitsplatz, um Augenbelastung zu vermeiden optimale Heimarbeitsplatzbeleuchtung.

Manchmal bieten Krankenkassen extra Vorteile oder Belohnungen an. Diese können dir helfen, gesünder zu leben oder Geld zu sparen. Schau doch mal auf unserer Webseite vorbei, um mehr darüber zu erfahren, wie du von solchen Angeboten profitieren kannst!

Was bedeutet das nun für Sie?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kostenübernahme für Lichttherapie durch die Krankenkassen nicht immer einfach ist. Es kommt stark auf die Art der Therapie und die jeweilige Kasse an. Bei saisonalen Depressionen gibt es oft eine Chance, besonders wenn die Lampe bestimmte Kriterien erfüllt. Bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sieht es manchmal besser aus, vor allem wenn es sich um spezielle Verfahren wie die Balneophototherapie handelt. Aber auch hier muss man genau hinschauen und sich bei seiner Kasse erkundigen. Für andere Anwendungen ist Lichttherapie oft eine sogenannte IGeL-Leistung, die man selbst zahlen muss. Informieren Sie sich also immer gut im Voraus, welche Kosten Ihre Krankenkasse übernimmt und welche Bedingungen dafür gelten. Das erspart am Ende vielleicht eine böse Überraschung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten für eine Lichttherapie?

Das ist unterschiedlich! Manche Kassen zahlen die Kosten, besonders wenn es um saisonale Depressionen geht. Aber Achtung: Oft muss die Lampe bestimmte Stärken haben (mindestens 10.000 Lux aus 30 cm Entfernung) und die Kasse muss einen Vertrag mit dem Behandler haben. Am besten fragst du direkt bei deiner Kasse nach!

Welche Arten von Lichttherapie werden von den Kassen bezahlt?

Meistens wird die Lichttherapie bei saisonalen Depressionen bezahlt. Manchmal auch bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, oft in Kombination mit Bädern (Balneophototherapie). Bei anderen Problemen, wie Schlafstörungen, ist die Kostenübernahme nicht so sicher.

Was kostet eine Lichttherapie-Lampe und wer zahlt sie?

Normale Tageslichtlampen mit 10.000 Lux gibt es schon ab etwa 30 Euro, teurere Modelle können auch über 100 Euro kosten. Manche Kassen zahlen einmal alle fünf Jahre einen Teil der Kosten für eine Lampe (ca. 300 Euro) oder erstatten einen kleinen Betrag pro Tag bei Miete. Aber das ist nicht bei allen Kassen so.

Wie oft muss ich zur Lichttherapie gehen und was kostet das?

Wenn du die Therapie in einer Arztpraxis machst, kostet eine Sitzung meist zwischen 6 und 12 Euro. Wie oft du hingehst, hängt von deiner Krankheit ab. Manchmal gibt es auch Kosten für die Beratung durch den Arzt. Wenn du die Lampe zu Hause nutzt, bestimmst du die Häufigkeit selbst.

Gibt es spezielle Anforderungen an die Lichttherapie-Lampen?

Ja, die gibt es! Die Lampe sollte mindestens 10.000 Lux Lichtstärke aus 30 Zentimetern Entfernung abgeben können. Das ist wichtig, damit die Therapie auch wirklich wirkt. Außerdem sollten die Lampen einen UV-Filter haben, um deine Augen zu schützen.

Was ist der IGeL-Monitor und was sagt er zur Lichttherapie?

Der IGeL-Monitor prüft Gesundheitsleistungen, die man selbst zahlen muss (IGeL). Bei der Lichttherapie gegen Winterdepression sagen sie, dass der Nutzen «unklar» ist. Das heißt, die Studien sind nicht eindeutig. Schäden sind selten, meist nur Kopf- oder Augenschmerzen. Darum raten sie eher zur Vorsicht.